Arbeitsassistenz (Rentenversicherung)

Wenn die Eingliederung in einen neuen Arbeitsplatz eine Berentung verhindert, finanziert die Rentenversicherung den notwendigen Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers als Arbeitsassistenz. Dies geschieht für längstens drei Jahre unter bestimmten Voraussetzungen. (§ 33 Abs. 8 Satz 1 Nr. 3, Satz 2 SGB IX)
 

Voraussetzungen

  • Der Gehörlose muss alle versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zur beruflichen Rehabilitation erfüllen (siehe unter Berufliche Rehabilitation).
  • Die Hörbehinderung muss als unmittelbare Folge einer Erkrankung und als erstmaliges Ereignis auftreten (z. B. Spätertaubte).
  • Die Arbeitsassistenz sichert die Wiedereingliederung in den Beruf.
  • Die Unterstützung durch den Gebärdensprachdolmetscher muss zeitlich und tätigkeitsbezogen regelmäßig erforderlich sein.
  • Der gehörlose Arbeitnehmer muss den Kernbereich der Arbeitsaufgaben selbständig leisten können.
(Ablauf der Antragstellung siehe unter Arbeitsassistenz allgemein.)